Wie funktioniert das Auge?   nächste Frage

 

 

Das Bauprinzip des Auges ist mit dem eines Fotoapparats vergleichbar. Prinzipiell setzt sich das Auge wie ein Fotoapparat aus den drei Komponenten Gehäuse, Optik und Bildebene zusammen.
Die wichtigste Struktur im Fotoapparat und im Auge ist die lichtempfindliche Bildebene (Film bzw. Netzhaut). Dort werden die eindringenden Lichtstrahlen umgewandelt– in das Bild auf dem Film des Fotoapparates und analog in elektrische Signale in der Netzhaut des Auges, die das Gehirn dann zu einem Bild verarbeitet. Das Gehäuse und die Optik sind dafür da, dass die Lichtstrahlen oder die Bildinformationen optimal auf der Bildebene abgebildet werden. Die Optik des Auges kann man mit der Funktion eines Zoomobjektiv an einer Kamera vergleichen. Die Umwandlung der Lichtstrahlen in die elektrischen Impulse ist ein sehr komplizierter Prozeß und Voraussetzung für das Sehen.
Der eigentliche Sehprozeß (d.h. das Bewußtwerden des Bildes) findet letztendlich durch die Informationsverarbeitung im Gehirn statt.

 

Dient bei langhaarigen Rassen das Fell als Augenschutz? vorherige Frage   nächste Frage

 

 

Nein.
Die langen Haare verschiedener Hunderassen sind entweder aus funktionellen (z.B. zum Schutz vor Kälte und Nässe) oder aus ästhetischen Gründen vom Menschen gezüchtet worden.

Einen sogenannten Sonnenbrilleneffekt brauchen die Hunde nicht. Ästhetische Aspekte der Haarführung sind davon unberührt.

 

 

 

 

 

 

Ist der Hund ein „Nasentier"? Wie wichtig ist dann das Sehen? vorherige Frage   nächste Frage

 

 

Die Annahme, dass der Hund ein Nasentier ist und das Sehvermögen nicht braucht, ist leicht zu widerlegen.
Der Hund ist von seinem Ursprung her wie seine Vorfahren ein Jäger. Über die Wichtigkeit des Sehvermögens bei einem Wolf wird kaum jemand diskutieren, obwohl der Wolf natürlich auch über einen außerordentlich guten Geruchssinn verfügt.
Durch die Domestikation des Hundes ist das Sehvermögen nicht mehr überlebenswichtig. Es ist aber wichtig für ein gut funktionierendes Sozialverhalten des Hundes und für die diversen Nutzungsarten wie z.B. Jagdhund, Hütehund, Schutzhund aber auch für den Freizeithund.
Blinde Hunde, insbesondere plötzlich erblindete, sind häufig ängstlich, wesensverändert, bewegen sich unsicher und zeigen damit den Verlust des Sehvermögens.
Allerdings kann der Mensch auch einem blinden Hund die Bedingungen für ein lebenswertes Leben schaffen.

 

 

Warum leuchten Katzenaugen im Dunkeln? vorherige Frage   nächste Frage

 

 

Jeder wird schon einmal ein Foto am Abend mit Blitzlicht gemacht haben - mit dem Ergebnis von roten Reflexen in den Pupillen der fotografierten Personen. Dieser Reflex ist der sogenannte Fundusreflex. Er stellt das Licht dar, das auf dem Augenhintergrund (Fundus) reflektiert wird. Da bei Europäern in der Regel der Augenhintergrund nicht pigmentiert ist, sieht dieser Reflex rot aus.
Die Ursache der leuchtenden Katzenaugen ist prinzipiell die gleiche – mit dem Unterschied, daß die Katze im Augenhintergrund eine Art Spiegel hat. Diesen Spiegel nennt man Tapetum lucidum.
Das Tapetum hat die Funktion eines Restlichtverstärkers, da es hinter der Netzhaut liegt. Das bedeutet, der eingefallene Lichtstrahl geht durch die transparente Netzhaut hindurch, fällt auf das Tapetum, wird reflektiert und kann so zum zweiten Mal in der Netzhaut genutzt werden. Die Farbe des Fundusreflexes ist von der Farbe des Tapetums abhängig. In den meisten Fällen ist das Tapetum bei der Katze brilliant gelbgrünlich.


 

Gibt es Brillen für Hunde? vorherige Frage   nächste Frage

 

 

Im Prinzip ja, aber...

Brillen für die Korrektur der Sehschärfe erscheinen aus heutiger Sicht mehr ein modischer Gag als eine tiermedizinisch begründbare Maßnahme zu sein.

Es gibt aber auch tiermedizinisch sinnvolle Anwendungen von Brillen bei Hunden, nämlich bei bestimmten Empfindlichkeiten gegen UV-Strahlung, z.B. bei der sogenannten Schäferhund-Keratitis.

 

 

 

 

 

Wieso ist der Halskragen nach einer OP so wichtig? vorherige Frage   nächste Frage

 

 

Bei vielen Augen-Operationen ist es unvermeidlich, dass das betroffene Tier nach der Operation über einen längeren Zeitraum (meist ca. 2 Wochen) einen Halskragen tragen muss.

Die Gründe dafür liegen zum einem in dem postoperativen Schmerzempfinden der Operationswunde und zum anderen an der Empfindlichkeit des verwendeten Nahtmaterials, das zum Teil dünner als ein menschliches Haar ist. Selbst geringfügige Manipulationen des Tieres am operierten Auge könnten zu Infektionen oder zum Lösen des Nahtmaterials führen.
Der Halskragen wird mit Hilfe einer elastischen Binde am Hals des Tieres befestigt und wird nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von den meisten Tieren sehr gut toleriert.
Ein guter Sitz des Kragens ist gewährleistet, wenn man am Hals einen Finger zwischen die elastische Binde und das Fell des Tieres einführen kann und wenn das Tier nicht in der Lage ist, sich den Kragen selbstständig über den Kopf zu ziehen.
Aufgrund eines erhöhten Verletzungsrisikos durch den Halskragen an Bäumen oder an Sträuchern, ist es besser, wenn sich Hunde nicht ohne Leine außerhalb des Hauses bewegen. Katzen sollten möglichst so lange im Haus behalten werden.

Wie werden Augentropfen bzw. Augensalben richtig verabreicht? vorherige Frage  

 

  Wie gibt man Tropfen bzw. Salbe in das Auge?
Aufgrund der unterschiedlichen anatomischen Verhältnisse zwischen dem Menschen und dem Tier werden Augentropfen und Salben nicht wie beim Menschen in den unteren Bindehautsack eingegeben, sondern nach Hochziehen des Oberlides in das Auge gegeben.

Dabei geht man folgendermaßen vor: man nimmt die Flasche bzw. Tube zwischen Daumen und Zeigefinger, zieht mit dem Handballen der selben Hand das Oberlid hoch und läßt einen Tropfen bzw. einen ca. 5mm langen Salbenstrang in das Auge gleiten. Mit der anderen Hand kann der Kopf des Tieres fixiert bzw. leicht angehoben werden.
Wichtig ist, daß man mit der Hand welche die Tropfflasche hält stets Kontakt zum Kopf des Tieres hat, damit bei einer plötzlichen Abwehrbewegung des Tieres die Spitze der Flasche bzw. Tube nicht an das Auge gelangen kann (Gefahr der Verletzung oder Kontamination).

Wieviel Tropfen bzw. Salbe muss man geben und wie häufig?
Die meisten Augentropfen sind so bemessen, dass ein einziger Tropfen ausreicht, um eine ausreichende Menge Wirkstoff in das Auge zu bringen. Jeder weitere Tropfen würde dann nur aus dem Auge heraus gespült werden.
Aus diesem Grund sollte man bei mehreren verschiedenen Augentropfen zwischen den einzelnen Tropfen 15 bis 20 Minuten verstreichen lassen.
Bei der Gabe von Augensalbe sollte ein ca. 5 - 10 mm langer Salbenstrang verabreicht werden. Keinesfalls darf man Salbe auf einen Finger streichen, um sie dann in das Auge zu bringen. Bei einer kombinierten Gabe von Salbe und Tropfen sollten zuerst die Tropfen und ca. 30 Minuten später die Salbe in das Auge gegeben werden, da die Tropfen auf der Salbenschicht abperlen würden. Verschiedene Salben können gleichzeitig ins Auge gegeben werden, da sie sich im Auge vermischen.

Die Häufigkeit der Applikation des Medikaments in das Auge hängt von dem jeweiligen Wirkstoff ab. Antibiotika und Virostatika sollten mindestens 5-6 mal täglich in das betroffene Auge gegeben werden.

Augensalben bzw. Tropfen sollten 4 Wochen nach Anbruch nicht mehr verwendet werden, da die Gefahr einer bakteriellen Verunreinigung sehr hoch ist.